17. bis 20. November 2011 in Berlin: 120. Mitgliederversammlung der aej
(aej) Der Evangelische Jugendprojektpreis JUPP! geht in diesem Jahr an das Projekt „Dorf-Leben | Jugend vor Ort“, der Evangelischen Jugend Rockenhausen, Lauterecken und Otterbach (Pfalz). Im Rahmen eines Empfangs während ihrer 122. Mitgliederversammlung, vom 17. bis 20. November 2011 in Berlin, überreichten die aej-Vorsitzende Dorothee Land und das aej-Vorstandsmitglied Florian Hübner, die JUPP!-Trophäe samt Urkunde und einen Scheck über 3.000 Euro Preisgeld.
Alle Infos zu JUPP! und der Preisverleihung unter www.jupp-der-preis.de
Der Name des Projektes ist Programm: „Dorf-Leben“ bringt ein Dorf zusammen – Alt und Jung, Politik, Kirche und Vereine. Evangelische Jugend will das Dorfleben in ihren nordpfälzischen Orten nachhaltig prägen und generationsübergreifende Begegnungsmöglichkeiten schaffen. Junge Menschen arbeiten dafür mit den Bürgerinnen und Bürgern, mit Gemeinderäten, mit Kirchenvorständen und den Verantwortlichen aus den Vereinen zusammen und suchen zunächst Antworten auf wichtige Fragen: Wie leben wir hier auf dem Land? Welche Möglichkeiten haben wir, uns ins „Dorf-Leben“ einzubringen? Wie kommen Generationen zusammen? Was ist uns an unserem Lebensraum wichtig? Danach wird ein gemeinsames Konzept entwickelt, dass sich unter dem Motto „Ein Jugendverband, ein Dorf, eine Gemeinschaft“ präsentiert und das „Dorf-Leben“ als große Gemeinschaftsaktion für die Menschen erfahrbar werden lässt. Konkret heißt das: Ein Dorf bewirbt sich für „Dorf-Leben“. Die Mitarbeiterinnen sowie Mitarbeiter und Ehrenamtlichen der Evangelischen Jugend treffen sich und bereiten gemeinsam mit den Dorfverantwortlichen die gemeinsame Zeit vor. In den Sommerferien reisen Jugendliche mit Zelten an und campieren bei den Einwohner(inne)n im Garten und verbringen eine gemeinsame Zeit mit Arbeiten, Spielen und Feiern.
In ihrer Laudation betonen Dorothee Land und Florian Hübner deshalb auch: „Evangelische Jugend ist nicht nur Jugend mit Zukunft, sondern auch Jugend mit einer Mission. Kann man sich eine lebendigere Bezeugung des Glaubens vorstellen, als wenn Dorfbewohner – Katholiken, Protestanten, Ausgetretene, Atheisten – sich wissentlich eine Gruppe jugendlicher Protestanten einladen?“
Doch nicht nur die Dorfgemeinschaft soll von dem Projekt profitieren, auch die Kirchengemeinde soll und kann neuen Schwung erfahren, um sich neu in Netzwerke vor Ort einzubinden, freuen sich Dorothee Land und Florian Hübner: „Ein ganzes Dorf kommt mit jungen protestantischen Menschen ins Gespräch. Und die Kirche ist so voll wie sonst nur an Weihnachten oder bei der Schützenfesteröffnung. Der gemeinsam gestaltete Abschlussgottesdienst hat mit Sicherheit den niedrigsten Altersdurchschnitt im Umkreis von fünf Dörfern! ‚So etwas haben wir ja im Gottesdienst noch nie gehabt‘, wird sicher zu hören gewesen sein. Gut so!“
Auch Dr. Elke Eisenschmidt, Mitglied des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) würdigte das ausgezeichnete Projekt und betonte, dass evangelische Kinder- und Jugendarbeit wichtige Impulse für Kirche und Gemeinden vor Ort geben kann und muss.
Der Empfang in den Berliner Räumen der EKD am Gendarmenmarkt bot einen würdigen Rahmen für die Preisverleihung. Der Bevollmächtigte des Rates der EKD, Prälat Dr. Bernhard Felmberg, begrüßte Preisträger(innen), Delegierte und Gäste, nachdem er zuvor schon im gemeinsamen Gottesdienst in der Französischen Friedrichstadtkirche die Predigt hielt.
Alle Infos zu JUPP! und der Preisverleihung unter www.jupp-der-preis.de
Der Evangelische JUgendProjektPreis JUPP! ist eine Initiative der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e. V. (aej) und wird alle zwei Jahre vergeben. JUPP! würdigt zukunftsweisende Projekte aus allen Bereichen der evangelischen Kinder- und Jugendarbeit, die neue Zielgruppen ansprechen und neue Räume öffnen, gelungene Formen der Kontaktaufnahme mit Menschen außerhalb der Gemeinde entwerfen, jugendliche Ausdrucksformen ins Gemeindeleben einbinden und als zukunftsweisend und modellhaft für weitere Projekte und für das kirchliche Leben gelten. Prämiert wird das Projekt – und “dahinter” die Gruppe von Menschen, die dieses Projekt initiiert hat und/oder trägt.
(Text von der homepage der aej,Hannover)